Du kennst das Gesicht. Das Gesicht, das Schüler*innen machen, wenn du sagst: „Heute machen wir Lyrik.“ Das ist meistens irgendwo zwischen höflicher Resignation und lautlosem Stöhnen.
Ich kenne das auch. Ich war selbst mal in dieser Klasse.
Und ich weiß, was das Gesicht verändert: ein Text, der sich anfühlt wie ein echter Mensch. Kein Goethe, kein Schiller, keine Analyse von Metaphern in Gedichten, die vor 200 Jahren geschrieben wurden. Sondern jemand, der vorne steht, das eigene Leben in Worte packt und damit plötzlich alle im Raum meint. Das ist Poetry Slam. Und deshalb funktioniert er im Unterricht so gut.
Was Poetry Slam im Unterricht leistet
Poetry Slam ist kein Lückenfüller für die letzte Stunde vor den Ferien. Denn wenn Schüler*innen lernen, einen eigenen Text zu schreiben und ihn vor anderen zu performen, passiert etwas, das kein Arbeitsblatt erreicht: Sie müssen sich positionieren. Eine Haltung einnehmen. Sich zeigen.
Das fördert Sprachkompetenz, klar. Aber auch Selbstbewusstsein, Empathie und die Fähigkeit, dem eigenen Denken eine Form zu geben.
Und für Schüler*innen, die mit dem klassischen Deutschunterricht fremdeln? Für die, die sich beim Lesen schwer tun, aber unglaublich viel zu sagen haben? Poetry Slam öffnet oft eine Tür, die vorher verschlossen war.
Welche Themen funktionieren für Poetry Slam in der Schule?
Die kurze Antwort: fast alle. Die ehrlichere Antwort: Je näher am echten Leben der Schüler*innen, desto besser.
Themen, die ich in Workshops immer wieder erfolgreich einsetze:
- Identität & Herkunft – Wer bin ich? Woher komme ich? Was hat das mit mir gemacht?
- Schule & Druck – Noten, Erwartungen, das Gefühl, nicht zu genügen
- Social Media & Vergleich – was wir zeigen, was wir verstecken
- Freundschaft & Verrat – kleine und große Verluste
- Zukunft & Angst – was kommt nach der Schule? Was, wenn nichts klappt?
Wie läuft ein Poetry Slam Workshop mit mir ab?
Ich komme in deine Schule oder Einrichtung und ich bringe keine PowerPoint-Präsentation mit. So weit so gut.
Was ich mitbringe: eigene Texte, Übungen, die funktionieren, und die Erfahrung aus hunderten Stunden auf Bühnen und in Klassenräumen.
Ein typischer Workshop-Tag sieht so aus:
Ankommen & Warm-up – Wir spielen mit Sprache, bevor wir schreiben. Kleine Übungen, die den Kopf frei machen und zeigen: Schreiben muss kein Aufsatz sein.
Schreiben – Die Schüler*innen schreiben. Mit Prompts, mit Freiheit, mit meiner Unterstützung zwischendurch. Kein Text ist falsch.
Performen – Wer möchte, trägt vor. Nicht alle müssen, aber meistens wollen am Ende mehr als erwartet.
Das Ergebnis: Texte, auf die Schüler*innen stolz sind. Und ein Klassenraum, in dem sich etwas verändert hat.
Für wen ist der Workshop geeignet?
Ich arbeite mit Schüler*innen ab Klasse 7, aber am häufigsten mit Klassen zwischen 9 und 13. Auch für Schreibprojekte, Projekttage, Lesewochen oder als Ergänzung zum Deutschunterricht buchbar.
Interesse? Ich freue mich über eine Anfrage. 🙂
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